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03.06.2008 Kataloniens Strände sind die saubersten

Die Europäische Kommission legte heute den jährlichen Bericht über die Qualität der Badegewässer Europas vor, der überaus positiv ausfiel.

Speziell die für den Sommer erwarteten Badegäste an der Nordsee und am Mittelmeer dürfen mit einer “hochwertigen Qualität” rechnen. Viele der Strände und Badestellen wurden mit der Note “sehr gut” ausgezeichnet.

Die Mitgliedstaaten müssen jedes Jahr einen Bericht über die Qualität der Badegebiete ihrer Küsten- und Binnengewässer erstellen. B

Badegebiete sind Gebiete, in denen das Baden ausdrücklich erlaubt ist, oder die traditionell von vielen Badenden genutzt werden und in denen das Baden nicht verboten ist.

Zur Feststellung der Qualität werden die Gewässer anhand einer Reihe physikalischer, chemischer und mikrobiologischer Parameter analysiert. Die Mitgliedstaaten müssen diese Mindestwerte einhalten, können aber auch strengere Vorschriften und unverbindliche Leitwerte zugrunde legen.

Spanien triumphiert mit 455 Blauen Flaggen

In Spanien wurden in diesem Jahr 455 Strände und 72 Häfen mit der Blauen Flagge ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um die internationale Umweltplakette, die bestimmte Standardwerte wie den Zugang, die Wasserqualität und gesetzliche Hygienevorschriften bewertet.

Spanien ist damit zwar immer noch rangführend im internationalen Vergleich, allerdings wurden 49 Stellen weniger als im Vorjahr ausgezeichnet.

Spaniens beste Strände und Häfen befinden sich demnach in Katalonien mit 112 Flaggen, gefolgt von Galizien mit 105 Flaggen, und der Comunidad Valenciana mit 100 Flaggen. Die Balearen wurden in diesem Jahr mit 84 Blauen Flaggen ausgezeichnet.

Quelle: SAZ Aktuell




15.10.2007 Unabhängigkeit nur jeder 3. Katalane

Katalonien im Nordosten von Spanien, die Kultur des Landes war auf der am Sonntag zu Ende gegangenen Buchmesse zu Gast. Katalonien ist wie das Baskenland nicht nur eine Region mit eigener Kultur, sondern auch einer eigenen Sprache und der Zentralstaat bereitet angeblich vielen Katalanen große Bauchschmerzen. Am liebsten hätten die Nation Katalonien auch einen eigenen Staat und natürlich eigene Nationalmannschaften nicht nur im Fußballball sondern auch bei den Olympischen Spielen.
Die Tageszeitung El Periódico de Catalunya hat nun eine Umfrage durchgeführt. 58,6 Prozent der Katalanen wollen eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit von Katalonien, allerdings würden nur knapp ein Drittel dann für die Unabhängigkeit stimmen. 33,9 Prozent waren sich bereits sicher, für ein unabhängiges Katalonien stimmen zu wollen, 43,9 Prozent waren für einen Verbleib von Katalonien bei Spanien.
Interessant, aber nicht verwunderlich, sind die Unterschiede zwischen den Anhängern der Parteien. Von den Anhängern der Esquerra Republicana de Catalunya (Republikanischen Linke Kataloniens, ERC) würden 81,1 Prozent der Anhänger für eine Unabhängigkeit Kataloniens stimmen. Ganz anders sieht es bei den Anhängern der konservativen Volkspartei Partido Popular aus, hier sind 84,4 Prozent der Anhänger gegen die katalanische Unabhängigkeit.
30,8 Prozent wollen kein Referendum über die Zukunft ihres Landes.

Quelle: Spanien Bilder




9.10.2007 Spaniens literarische Großmacht

Die Hälfte aller spanischen Bücher stammt aus Katalonien

Katalanische Literatur boomt - und das gleich zweifach. Erstens wächst das Interesse an Büchern in katalanischer Sprache, und zweitens ist Barcelona das Zentrum der spanischsprachigen Buchwelt.
Barcelona ist nicht nur die Heimat von José Carreras oder Joan Miró, dort entstehen auch die meisten spanischen Bücher. Hier in der Hauptstadt Kataloniens ist das Zentrum des spanischsprachigen Buchmarktes - von Madrid über Almeria bis nach Lateinamerika. Über die Hälfte aller Bücher stammen aus Katalonien - die stärkste Kulturindustrie Spaniens. Und dieses Zentrum wächst.

Katalanische Literatur blüht auf

Um fünf Prozent stieg bei katalanischen Verlagen 2005 die Zahl der Neuerscheinungen im Vergleich zum Vorjahr. Noch stärker boomen die katalanischsprachigen Titel. Sie stiegen um sieben Prozent. In katalanischen Buchhandlung stößt man somit ungefähr bei jedem dritten Werk auf einen Titel in katalanischer Sprache.
Die Stapel der spanischen Bücher dürften jedoch höher sein. Die Auflage bei Werken auf "Catalán" ist geringer als bei ihren spanischen Brüdern. Über 165 Millionen Exemplare von Büchern spanischer Verlage waren 2005 auf dem Markt, aber nur gut ein Siebtel davon auf Katalanisch.
Den Großteil katalanischer Literatur machen Schulbücher, Kinder - und Jugendliteratur sowie Belletristik aus. Immer mehr Werke werden auch in andere Sprachen übersetzt. Im Deutsche waren es 2005 fünf neue Titel, 2006 bereits zwölf.

In Frankfurt fast wie daheim

Um katalanische Belletristik wird es auch auf der Frankfurter Buchmesse gehen. In der Mainstadt ist die regionalspanische Literatur fast wie zu Hause. Mit 32.000 Bänden unterhält die Frankfurter Universität eine eigene Katalonien-Bibliothek - die größte Sammlung katalanischer Bücher außerhalb Spaniens. Finanzspritzen gibt es von spanischer Regierung und spanischer Akademie.
"Die Bibliothek hat sicher dazu beigetragen, Katalonien zur Messe einzuladen", sagt Bibliotheksleiter Tilbert Stegmann. Doch hauptsächlich sei das von den katalanischen Verlagen ausgegangen. Die seien die "Spitzenpower der hispanischen Buchwelt", so der Romanistikprofessor.

Eine Frage der Definition

Doch katalanische Literatur - was ist das überhaupt? Ist es Literatur von Autoren, die in katalanischer Sprache schreiben? Oder Literatur von Autoren, die in Katalonien leben? Das fragte sich auch die Schriftstellerin Imma Monsó im Vorfeld der Buchmesse.
Carlos Riz Zafón ("Der Schatten des Windes") stammt zum Beispiel aus Katalonien, schreibt aber auf Spanisch. Andere wie Jusus Moncada wurden in anderen Teilen Spaniens geboren oder in Frankreich, und schreiben dennoch auf Katalanisch. Imma Monsó kommt zu dem Schluss, dass es "das Päckchen" katalanische Literatur nicht gibt. "Ich schreibe jedenfalls auf Katalanisch, weil ich meine Sprache liebe", so die Schriftstellerin.

Quelle ZDF.DE




24.9.2007 Katalanischer/Spanischer Nationalismus

Der katalanische Schriftsteller Javier Cercas wird auf der Frankfurter Buchmesse nicht die Region Katalonien repäsentieren, denn er schreibt - wie andere bekannte Autoren der Region auch - auf spanisch. In einem Gastbeitrag kritisiert er den katalanischen und spanischen Nationalismus. Beide seien "so heuchlerisch, so engstirnig und potenziell gefährlich wie alle Nationalismen. Der spanische, weil er nicht begreift oder nicht begreifen will, dass die katalanische Sprache keine Erfindung der Katalanen zwecks Zersetzung der spanischen Einheit ist, sondern für das ganze Land eine Bereicherung, die des Schutzes und der Förderung bedarf, weil sie sonst verschwinden wird; der katalanische, weil er nicht begreift oder nicht begreifen will, dass umgekehrt Katalonien durch die spanische Sprache bereichert wird, wurde diese von Spanien doch offenkundig nicht erfunden, um das Katalanische zugrunde zu richten. Und vielleicht hat català, das ja nicht das Privateigentum einiger fanatischer Nationalisten ist, gerade im Windschatten der Weltsprache Spanisch seine einzige Überlebenschance."

Quelle: Neue Züricher Zeitung




1.6.2007 Was strebt Katalonien an?

Die Katalanen wären gerne von Spanien unabhängig. Bisher trennt sie aber nur ihre Sprache vom Rest des Landes.
Günther Bading/Barcelona
In Katalonien wird «Catalán» gesprochen. Zwangsweise. Die Landesregierung in Barcelona setzt alles daran, das Spanische aus dem Sprachgebrauch zu verdrängen. Offiziell sind Spanisch und Katalanisch Amtssprachen in Katalonien. De facto aber wird in allen von der Regierung abhängigen Bereichen nur noch «Catalán» benutzt.
Wer es als Ladenbesitzer, Hotelier oder Gastwirt wagt, seine Schilder nur auf Spanisch zu haben, muss mit Geldstrafen rechnen. Aber es gibt auch ernstere Folgen. So konnte ein Herzkranker, der von Katalonien nach Andalusien umgezogen war, zunächst nicht behandelt werden, weil seine Krankengeschichte nur in «Catalán» notiert worden war. An Kataloniens Schulen wird Spanisch behandelt wie eine weitere Fremdsprache, mit nur zwei Wochenstunden. Und das alles, obwohl etwa 40 Prozent der in Katalonien lebenden Menschen Spanisch als Muttersprache angeben.

Volksabstimmung 2014

Hinter der Sprachverwirrung stehen handfeste politische Ziele. Der Vorsitzende der Linksrepublikaner (ERC) im Parlament von Barcelona, Carod Rovira, hat für 2014 eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit Kataloniens verlangt. Die Jahreszahl hat geschichtliche Bedeutung. 1714 verlor Katalonien unter zunächst französischer Besetzung seine Eigenstaatlichkeit und ging dann an die spanische Krone. In Katalonien regiert die ERC mit der Sozialistischen Partei und der kommunistischen Vereinten Linken.

Erster Versuch, sich zu lösen

Ein erster Anlauf zur Lösung aus der spanischen «Fremdherrschaft» war mit der Neufassung des «Statut», der Landesverfassung, unternommen worden. Seit einem Jahr ist es jetzt in Kraft. Es gibt aber mehrere Klagen, die frühestens im Herbst, wohl aber auch erst nach den nationalen Parlamentswahlen im März 2008 vom Verfassungsgericht entschieden werden. Die Hauptkritikpunkte sind neben der kaum verhüllten Definition Kataloniens als eigene Nation die eigene Steuerhoheit, die Gleichberechtigung von katalanischem und spanischem Recht und die eigene Justiz mit einem eigenen Obersten Gerichtshof als letzter Instanz.
Auch der Vorrang des «Catalán» vor Spanisch und die Pflicht für die spanischen Behörden, sich nur auf «Catalán» an die regionale Regierung zu wenden, sind umstritten, ebenso wie der obligatorische Unterricht auf «Catalán».

Quelle: St. Galler Tagblatt




25.4.2007 Weltbestes Restaurant in Catalunya

Das beste Restaurant der Welt liegt nach Meinung der britischen Gastronomie-Zeitschrift Restaurant in Spanien. Dabei handelt es sich um das Restaurant El Bulli, dass von dem Starkoch Ferran Adrià betrieben wird. Das Restaurant wurde zum zweiten Mal in Folge zum Besten Restaurant der Welt erklärt. Auf der Liste finden sich noch fünf weitere Restaurants aus Spanien. El Bulli vertrieb vor zwei Jahren The Fat Duck in der Nähe von London vom ersten Platz der Liste. The Fat Duck steht auch in diesem Jahr wieder auf Platz zwei.
Das elBulli findet man in der Nähe der Stadt Roses an der spanischen Costa Brava. Starkoch Ferran Adrià Acosta gilt als Vertreter der Molekularküche und ist bekannt durch seine experimentelle Lebensmittelvorbereitung, -zubereitung und –präsentation. Sein Restaurant, dass sich an einer abgelegenen Bucht der Costa Brava, nördlich von Barcelona befindet, und verfügt über 50 Plätze. In jeder Saison ist in kürzester Zeit das Restaurant mit Vorbestellungen aus- und schließlich überbucht. Insgesamt gibt es pro Saison nur Platz für 8000 Gäste, die Zahl der Anfragen summiert sich aber auf mehrere 100.000. Ein Menü mit 30 Gängen kostet im elBulli 175 Euro. Ferran Adrià wurde in diesem Jahr zur Teilnahme an der Kunstausstellung Documenta 12 eingeladen.
Auf Platz sieben der Liste befindet sich ein weiteres spanisches Restaurant, dass Mugaritz in Renteria (Baskenland) konnte drei Plätze gut machen. Weitere spanische Restaurants sind: Arzak (Platz zehn), El Celler de Can Roca (Platz elf), Can Fabes (Platz 22) sowie Martin Berasategui (Platz 27).
Zwölf der Besten Restaurants der Welt liegen in Frankreich, jeweils sieben in Großbritannien und den USA. In der Nationenwertung liegt Spanien mit sechs Restaurants auf Platz vier, gemeinsam mit Italien. Ein deutsches Restaurant schaffte es nicht in die Liste.




13.9.2006 Ölsuche in Katalonien

Madrid - Mehrere namhafte Unternehmen - darunter die britische Medoil und die spanische Repsol - haben Öl-Förderlizenzen auf dem Festland oder in spanischen Hoheitsgewässern beantragt.
Ausgerechnet wenige Kilometer vor der Küste des Naturparks von Albufera wollen die Briten nach Öl bohren, was zu Protesten von Anwohnern und Umweltschützern führte. Ebenso wie die zahlreichen Touristen wollen sie keine Bohrplattform in Sichtweite haben. Doch auch andere Gebiete sind von dem Ölfieber bedroht. So will Spaniens zweitgrößter Mineralölkonzern Cepsa sogar in den Pyrenäen nach Erdöl suchen.

2010 sollen die Bohrungen beginnen
Das Projekt sei zwar erst in der Anlaufphase, beschwichtigt ein Cepsa-Sprecher. Zunächst müsse die Ergiebigkeit der vermuteten Vorkommen geprüft werden. Doch wenn alles gut läuft, will das Unternehmen 2010 mit den Bohrungen beginnen. Die katalanische Landesregierung hat dem Konzern die Rechte für rund 170 000 Hektar in den landschaftlich reizvollen Pyrenäenausläufern zwischen Figueres und Berga zugeteilt. Wenn das Unternehmen fündig werde, möchte auch die autonome Regierung von Katalonien bei der Erdölförderung einsteigen, heißt es in Barcelona.
Cepsa, an dem der französische Mineralölkonzern Total maßgeblich beteiligt ist, hofft darauf, bessere Ergebnisse zu erzielen als Union Texas. Der US-amerikanische Konzern hatte in den achtziger Jahren bei Gerona vergeblich nach Erdöl gesucht. Es gebe Vorkommen in Spanien, und bei einem Erdölpreis von 70 Dollar pro Fass sei die Förderung auch rentabel, sagte ein Branchenexperte der spanischen Tageszeitung "El País".

Proteste gegen Öl-Pläne
Der spanische Branchenprimus Repsol wurde bereits vor Jahren rund 30 Kilometer vor der Ebromündung im Mittelmeer fündig und fördert nun Erdöl über eine schwimmende Bohrplattform. Der Konzern würde auch gern vor den Kanarischen Inseln nach Erdöl suchen. Dort könnten sich in 3500 Meter Tiefe rund eine Mrd. Barrel Öl befinden.
Gegen diese Pläne machen nicht nur Umweltschützer, sondern auch die marokkanische Regierung mobil, die die Ölvorkommen in ihren eigenen Hoheitsgewässern vermutet. Um die diplomatischen Beziehungen mit dem Maghreb-Staat nicht weiter zu belasten, will die spanische Regierung unter Ministerpäsident José Luis Rodríguez Zapatero dafür sorgen, dass Repsol bis auf weiteres keine Genehmigung für die Erdölsuche vor Fuerteventura und Lanzarote erhält.
Auch im spanischen Industrieministerium hat man mittlerweile eingesehen, dass die Suche nach eigenen Ölfeldern weniger Potenzial aufweisen dürfte als der Ausbau der erneuerbaren Energie. Mittlerweile kann Spanien bereits mehr als zehn Prozent seines Energiebedarfs mit Windenergie decken, im Sommermonat August waren es sogar 15 Prozent. Damit nimmt das Land hinter Deutschland und den Vereinigten Staaten weltweit Platz drei ein.

Quelle: Die Welt




19.6.2006 Mehr Autonomie für Katalonien

Die Bürger Kataloniens haben sich am Sonntag in einem Referendum für eine größere Eigenständigkeit der nordostspanischen Region ausgesprochen.
Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis wurde die umstrittene Reform des bisherigen Autonomie-Statuts mit knapp 74 Prozent der Stimmen angenommen. Mit „Nein“ votierten etwa 21 Prozent, wie die Wahlbehörde in Barcelona mitteilte. Die Beteiligung lag bei rund 49 Prozent.

Streit um niedrige Beteiligung

Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero wertete den Ausgang der Volksabstimmung als Fortschritt für die Demokratie in dem Land. Das klare Votum der Katalanen müsse respektiert werden. Kritik an der niedrigen Beteiligung wies er zurück. „Die Vorlage ist von drei Vierteln der Wähler angenommen worden. Das ist eine große Mehrheit.“ Kataloniens sozialistischer Regierungschef Pasqual Maragall sagte: „Wir stehen vor einer vielversprechenden Zukunft.“ Oppositionsführer Mariano Rajoy erklärte die Reform angesichts der niedrigen Beteiligung hingegen für gescheitert. Er rief Zapatero auf, sie zu stoppen. „Hier wird das verfassungsmäßige Spanien liquidiert.“

Mehr Mitsprache und Sonderrechte

Die Reform erkennt Spaniens wirtschaftlich stärkste Region mit ihrer Hauptstadt Barcelona indirekt als Nation an und gewährt ihr mehr politische und finanzielle Autonomie gegenüber der Zentralregierung in Madrid. So kann Katalonien künftig in größerem Maße selbst über Steuereinnahmen verfügen, erhält mehr Mitsprache in EU-Angelegenheiten und bekommt Sonderrechte in der Rechtsprechung oder der Verwaltung von Flug- und Seehäfen. Zudem wird Katalanisch als Muttersprache weiter gestärkt. Die Zugehörigkeit der knapp sieben Millionen Katalanen zu Spanien wird aber nicht in Frage gestellt.

Stimmungstest für Zapatero

Das Referendum galt auch als wichtiger Stimmungstest für die Politik Zapateros. Der Sozialist hatte die Reform zu einem der wichtigsten Projekte in seiner Amtszeit gemacht. Die oppositionelle Volkspartei (PP) Rajoys sieht dagegen durch das Statut die Einheit Spaniens gefährdet und will den Text mit einer Verfassungsklage zu Fall bringen. Der Gesetzestext entspricht in etwa der Verfassung eines Bundeslandes in Deutschland. Er war bereits vor fünf Wochen vom Parlament in Madrid gebilligt worden.

Neben der PP lehnten auch die katalanischen Linksrepublikaner (ERC) die Reform ab. Sie ging ihnen nicht weit genug. Für das „Ja“ warben dagegen Sozialisten (PSOE) und gemäßigte Nationalisten (CiU).
Quelle: Focus




30.3.2006 Mehr Autonomie beschlossen

Madrid – Im spanischen Parlament wurde heute die Ausweitung der Autonomieregelung für Katalonien beschlossen. Die regierenden Sozialisten von Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero (PSOE), die Katalanischen Nationalisten (Ciu) und die Vereinten Linken (IU) stimmten dafür, die konservative Volkspartei (PP) und die katalanischen Linksrepublikaner (ERC) stimmten gegen die neue Regelung. Die ERC waren unter anderem die Initiatoren des neuen Statuts, ihnen gingen die vereinbarten Bestimmungen nicht weit genug. Das umstrittene Vorhaben sorgt schon seit langem für innenpolitische Turbulenzen. Die konservative Opposition sieht in den Autonomiebestrebungen Kataloniens und des Baskenlandes einen Prozess der „Selbstauflösung Spaniens“. Oppositionsführer Mariano Rajoy (PP) sagte, dies sei der "Anfang vom Ende" der staatlichen Ordnung, die Ende der 70er Jahre das Regime der Franco-Diktatur abgelöst habe. Für Ministerpräsident Zapatero ist der heutige Beschluss des Parlaments ein wichtiger innenpolitischer Sieg.

Katalonien hat 6,8 Millionen Einwohner und ist die wirtschaftstärkste Region Spaniens. Die Hauptstadt Barcelona gilt als Finanz- und Medienzentrum, ihr Hafen ist der wichtigste des Landes. Seit der Anerkennung des Autonomiestatus der Provinz 1979, ist Katalanisch neben Spanisch die zweite Amtssprache des Landes. Mit der aktuellen Ausweitung der Autonomie erhält die Region politisch und finanziell mehr Eigenständigkeit. Neue Regelungen bei der Einkommenssteuer sowie der Benzin- und Tabaksteuer sind die Kernpunkte. Außerdem soll Katalonien mehr Einfluss auf die Justiz erhalten.

Quelle: Kurier/Österreich




Saufurlaubsland Spanien?

10.03.2006 Madrid · Der Tourismus ist Spaniens wichtigste Industrie. 2005 kamen 55,6 Millionnen ausländische Besucher, so viele wie noch nie, und ließen 46 Milliarden Euro im Land. Ihr liebstes Ziel ist Katalonien mit seinen Touristenmagneten Barcelona, der Costa Brava und der Costa Dorada. 14 Millionen Ausländer schauten allein hier vorbei. Aber manche kommen offenbar nur, um sich zu betrinken, zu schlafen und sich wieder zu betrinken. So kann das nicht weitergehen, findet die katalanische Regionalregierung.

"Wir können nicht der Müllplatz für alles sein, was andere Völker Europas nicht wollen", sagt Xavier Guitart vom regionalen Tourismusministerium. "Wir sind nicht bereit, dass unser Territorium für vier Euro prostituiert wird." Guitart hat den Verdacht, dass es Reiseveranstalter gibt, die sich Spaniens Ruf als Paradies des billigen Alkohols zu Nutze machen. Er hat ist im Internet auf mehr als 30 Seiten gestoßen, die den Urlaub in Katalonien mit dem Versprechen auf Alkohol und Drogen bewerben.

Die Kombination "Costa Dorada" und "saufen" bringt nicht weniger als 20 900 Treffer. Darunter Beiträge genervter Urlauber - oder solche: "Mein Tipp für jüngere Gruppen ist es, im Supermarkt billig Getränke zu holen, um vor zu trinken, dann in der hoteleigenen Disko-Bar bis etwa 24 Uhr zu verweilen, weil es da am billigsten und die ganze Nacht Happy Hour ist. "

Schlägereien als ultimativer Kick
Leider hat Katalonien seine Küsten in den vergangenen vierzig Jahren mit derart vielen Hotels und Apartmentblocks zubetoniert, dass man heute mit seinen Gästen nicht so wählerisch sein kann. Gegen die schlimmsten Auswüchse aber will Xavier Guitart nun kämpfen. Wer im Internet nicht nur mit Alkohol, sondern auch mit illegalen Drogen für die Costa Brava wirbt, gegen den will er gerichtlich vorgehen. Und erst recht gegen diejenigen, die auch noch Massenschlägereien mit der Polizei versprechen: den ultimativen Kick.

Quelle: Frankfurter Rundschau




3.3.2006 Kulumbus aus Katalonien?

Forscher wollen mit Hilfe einer DNA-Analyse klären, woher der Entdecker Kolumbus stammt. Wissenschaftler in Spanien und Italien sind dabei, das Erbmaterial eines Sohnes von Kolumbus zu untersuchen. Zum Todestag des Entdeckers im Mai sollen die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Über die Herkunft des Seefahrers gibt es verschiedene Theorien. Als Geburtsstätten kommen Norditalien, die Balearen und Katalonien in Frage. Forscher zerbrechen sich darüber seit Jahrzehnten den Kopf.

Quelle: MDR 1




17.01.2006 Der spanische Länderfinanzausgleich?

Die Ausschüsse des spanischen Parlaments halten derzeit ein heißes Eisen in der Hand. Das katalonische Parlament hat mit großer Mehrheit eine Novelle des Autonomiestatutes der Provinz Katalonien verabschiedet. Damit soll das Statut aus dem Jahr 1979 erneuert werden. Dieses war das Ergebnis komplexer politischer Kompromisse, da es in einer Zeit entstand, in der der Übergang von der Diktatur zur Demokratie für Spanien noch nicht abgeschlossen war. Wie umstritten die vom katalonischen Parlament vorgeschlagene Neufassung des Statuts ist, zeigt die Entlassung des spanischen Generalstabchefs Mena Aguado am 13. Januar. Aguado hatte indirekt mit einem Militäreinsatz gedroht, sollte Katalonien auf seinen Vorschlägen beharren.

Die Novelle stützt sich auf eine tiefgreifende Veränderung der Beziehungen zwischen dem Zentralstaat Spanien und der Provinz Katalonien, die sich seit 25 Jahren vollzogen hat. Sie ist umfassend angelegt: Katalonien wird darin gar als „Nation“ definiert, soll eine Justizreform und weitgehende Freiheiten in Bezug auf die katalanische Sprache erhalten. Die darin aufgeführten finanzwirtschaftlichen Aspekte bergen allerdings den größten Sprengstoff. Würden sie umgesetzt, erforderte dies einen radikalen Umbau des spanischen Finanzsystems.

Ein ungerechtes System

Derzeit gibt es in Spanien zwei Systeme zur Finanzierung der Verwaltung. Das eine findet im Baskenland und der autonomen Gemeinschaft Navarra im Norden Spaniens Anwendung. Das andere gilt für das übrige Spanien, Katalonien eingeschlossen. Im ersten System liegt die Finanzhoheit bei den lokalen Behörden, die an den spanischen Staat einen im voraus festgelegten Prozentsatz für die von ihm erbrachten Dienstleistungen (z.B. für Verteidigungsaufgaben) abführen. Im anderen Fall erhebt Madrid die Abgaben und Gebühren und verteilt sie nach von der spanischen Regierung festgelegten Kriterien. Ziel ist dabei ein Finanzausgleich zwischen den Regionen. Dieses Verteilungssystem ist aber unklar strukturiert. Auch wenn es in den letzten Jahren verbessert wurde, führt es immer noch dazu, dass ärmere Regionen wie Extremadurien und Kastilien plötzlich über mehr Mittel pro Einwohner verfügen als reiche Regionen wie Valencia, die Balearen oder eben Katalonien, ohne das die Gründe dafür auf der Hand lägen.

Katalonien fordert nun, diese Zustände zu beheben. Deshalb soll der Provinz die gleiche Finanzautonomie zugestanden werden, wie sie das Baskenland genießt – aber ohne dem Zentralstaat einen Solidaritätsbeitrag nach vorher einvernehmlich definierten Kriterien zuzuerkennen. Was auf den ersten Blick nach Meuterei aussieht, ist nichts anderes als die Einführung eines Systems, das sich am deutschen Länderfinanzausgleich orientiert: In Deutschland bleibt das reichste Bundesland, trotz Abgaben, die Nummer 1.

Die katalonische Reformforderung hat also föderalen Charakter und ist daher nicht grundsätzlich abzulehnen. Problematisch ist eher die Tatsache, dass sie lediglich aus einer Region kommt und nicht durch einen demokratischen Prozess in ganz Spanien legitimiert ist. Die regierenden spanischen Sozialisten stehen nun vor einem Dilemma: Sie müssen abwägen, ob sie katalonische Wähler verprellen und denjenigen Kräften nachgeben wollen, die für eine Politik der kleinen Schritte und ein Festhalten am Status Quo sind.

Quelle: Café Babel




5.1.2006 Woody Allen dreht in Spanien

Wody Allen («Match Point») scheint Geschmack an Europa gefunden zu haben.

Nach London will er jetzt auch in Spanien drehen, meldet das Filmfachblatt «Hollywood Reporter». Allen unterschrieb jetzt einen Vertrag mit der Produktionsfirma Mediapro in Barcelona. Demnach will er ein englischsprachiges Drehbuch entwickeln, das Rollen für internationale und spanische Schauspieler bietet. «Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.
Woody Allen hat einen Vertrag mit einer spanischen Produktionsfirma in Barcelona geschlossen.

Ich hoffe, dass ich meinen Aufenthalt in Spanien geniessen werde. Das Land ist etwas ganz besonderes für mich geworden», sagte Allen in einer Erklärung. Die Dreharbeiten sollen 2007 beginnen.




12.12.2005 Katalonien führt die Zahlen an

Spanien steuert auf neue Rekordzahlen zu. 49,3 Millionen Touristen reisten bis Ende Oktober in das Land, das sind 6,1% mehr als im selben Zeitraum 2004 und stellt gleichzeitig den höchsten Wert seit 1999 dar. Katalonien und die autonome Region Valencia weisen die besten Wachstumszahlen auf, aber auch Regionen wie Galicien, das Baskenland, Murcia und das zentralspanische Castilla-León legen mächtig zu. An der Spitze steht wie immer Katalonien, mit 12,5 Millionen ausländischen Urlaubern (+12,7%), gefolgt von den Balearen mit 9,3 Millionen Urlaubern (+1,1%). Auf den Balearen konnte der Rückgang des britischen Tourismus um 4,1% mit dem Zuwachs ihres wichtigsten Urlaubermarktes wett gemacht werden. 6,7% mehr Deutsche als 2004 besuchten von Januar bis Oktober 2005 Ballermann & Co.
60% aller Touristen aus dem Ausland kamen nach Spanien, ohne ein festes Urlaubspaket gebucht zu haben. Dank der immer zahlreicher werdenden „Billig-Flieger“ steigt die Zahl derjenigen, die mit dem Flugzeug in den Urlaub auf die iberische Halbinsel aufbrechen kontinuierlich. Das Flugzeug ist und bleibt weiterhin das Transportmittel Nr. 1, um nach Spanien zu kommen und hat in diesem Jahr seine Passagierzahlen sogar um 5,7% erhöhen können.
Der wichtigste Urlaubermarkt für ganz Spanien ist der englische. 14,4 Millionen Urlauber kamen im Zeitraum Januar bis Oktober von den britischen Inseln, 2,7% mehr als im Vorjahr. Auf dem zweiten Platz liegen die Deutschen mit 8,9 Millionen Touristen, 3,9% mehr als im Vorjahr. 40,5% aller deutschen Urlauber wählten die Balearen als Urlaubsziel und 24,2% die Kanaren, immerhin 0,5% mehr als im Jahr 2004.




11.12.2005 CAVA Boykott

Was wären Weihnachten oder Silvester bloss ohne Cava, den berühmten Schaumwein aus Katalonien? Kaum ein spanischer Haushalt, der sich nicht mit ein paar gut gekühlten Flaschen für die Festtage eindeckt. Katalonien ist schliesslich die Heimat des hochwertigen Cava, hier wurde dieser 1872 nach der traditionellen Champagner-Methode erstmals hergestellt, hier entstehen nach wie vor 99 Prozent der gesamten Produktion.
Seitdem sich die Katalanen aber im Regionalparlament für mehr Autonomie ausgesprochen haben, seitdem sie sich Nation nennen und selber Steuern einziehen wollen - seitdem haben sie sich den Zorn des übrigen Spanien zugezogen. Viele in Sevilla, Saragossa oder Madrid finden es schlichtweg unsolidarisch, wenn die wirtschaftsstarke Region, die gleichzeitig nahezu grösster Nettozahler im Staatshaushalt ist, plötzlich mehr in die eigene und weniger in die Gemeinschaftskasse wirtschaften will. Ein kollektiver «Anti-Katalanismus» hat sich breit gemacht und mit ihm Vergeltungsgelüste: «Wir brauchen die Katalanen nicht! Kauf keine ihrer Produkte!», heisst es in SMS-Botschaften, die derzeit überall im Lande kursieren.
Vor allem die Cava-Branche fürchtet nun um das Weihnachtsgeschäft. Der Hersteller Freixenet sah sich gar genötigt, zu versichern, sein Cava sei «ebenso spanisch» wie jeder andere Schaumwein hierzulande. Und eine katalanische Kellerei, die vorzugsweise Madrider Luxusrestaurants beliefert, verzeichnet einen Cava-Rückgang von fast 90 Prozent.
Viele Spanier haben erst durch den Boykott von der Existenz anderer heimischer Schaumwein-Gebiete erfahren. Davon profitiert insbesondere die Rioja, bisher eher berühmt für ihre Rotweine. «Schade, dass ich nur 6000 Flaschen Schaumwein herstelle», bedauert ein dort ansässiger Winzer. «Auch wenn ich 100 000 hätte, würde man sie mir aus den Händen reissen, denn die Nachfrage ist enorm.» Eine renommierte katalanische Kellerei schlägt daraus notgedrungen Kapital. Als sie vor einiger Zeit eine Bodega in der Rioja übernahm, stand fest, dass dort die Schaumwein-Produktion eingestellt würde. Die Maschinen waren schon fast entsorgt, da kam der Boykott. Heute ist man dankbar, Schaumwein mit der unverdächtigen Rioja- Etikette anbieten zu können.
Nicht selten aber werden die Boykotteure selbst zu Boykottierten. Der Korken des katalanischen Cava entsteht in der Extremadura und in Andalusien. Dort leben ganze Ortschaften von dem Geschäft, das derzeit so leidenschaftlich bestreikt wird. Und die Katalanen selbst haben längst zum Gegenschlag ausgeholt: Ihr Waren- Boykott gegen den Rest Spaniens verspricht ebenfalls ein Erfolg zu werden.

Quelle: NZZ




10.12.2005 Barcelona von Phallus-Turm begeistert

Als der Architekt Jean Nouvel vor vier Jahren seine Pläne für einen Wolkenkratzer in Barcelona vorlegte, löste der Franzose eine Welle von Protesten aus. Viele Spanier erinnerte die Form des Gebäudes an eine "Mörsergranate", ein "überdimensionales Zäpfchen" oder einen "Riesenphallus". Mit der Fertigstellung des 142 Meter hohen Bauwerks verstummten jedoch der Spott und die Kritik.
Am Freitag weihten König Juan Carlos und Königin Sofía das umstrittene Hochhaus - das dritthöchste in der katalanischen Metropole - ein. Die Bewohner von Barcelona haben sich längst mit dem eigentümlichen Obelisken angefreundet. "Der Agbar-Turm gehört schon jetzt zu den Wahrzeichen der Stadt", stellte die Zeitung "El Periódico de Catalunya" fest.
"Die Kritik bewies, dass unser Werk auf Interesse stieß", meint Nouvels spanischer Kompagnon Fermín Vázquez. "Ein Bauprojekt, das die Leute gleichgültig lässt, kann als gescheitert gelten." Nouvel selbst bezeichnete den Büroturm, der den Sitz der städtischen Wasserwerke beherbergen wird, als ein "radikales und riskantes, aber zugleich schlichtes und leicht verständliches Werk". Die Gesteinsformen in der Bergen von Montserrat und der geschwungene Baustil des berühmten Katalanen Antoni Gaudí (1852-1926) hätten ihn zu der eigenwilligen Form inspiriert.
Die Bewohner von Barcelona sind mittlerweile von dem "Phallus- Hochhaus" so begeistert, dass sie kaum genug davon zu sehen bekommen können. Wenn heute Kritik laut wird, richtet sich diese dagegen, dass in dem Geschäftsviertel nordöstlich des Zentrums weitere Hochhäuser geplant sind. Diese drohen den Blick auf das Prachtstück zu versperren.
In der Nacht bietet der 32 Stockwerke hohe Agbar-Turm den Bewohnern der Stadt ein kostenloses Licht-Spektakel. 4500 Scheinwerfer können den Koloss aus Beton, Glas und Aluminium in 16 Millionen verschiedenen Farbkombinationen anstrahlen. Bei einem Test der computergesteuerten Anlage wählte man die Kombination, die in der Bevölkerung besonders gut ankommt: die Farben blau und rot des Fußballvereins FC Barcelona.




05.12.2005 Deutsch-kolumbianischer Drogenring

Segovia (dpa) - Spanische Fahnder haben einen deutsch- kolumbianischen Drogenring zerschlagen. Sie nahmen mindestens zehn Verdächtige fest. Außerdem seien in einem deutschen Privatjet auf einem Flughafen bei Madrid mehr als 100 Kilogramm Kokain im Schwarzmarktwert von rund elf Millionen Euro beschlagnahmt worden. Unter den Festgenommenen seien auch drei Deutsche - zwei Piloten und einer der mutmaßlichen Anführer. Die Verdächtigen wollten eine Art Drogenluftbrücke aufbauen.

Quelle: Märkische Allgemeine